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Ein Rütli-Schütze aus Leidenschaft tritt kürzer

Werner Liem präsentiert seine <br>zahlreichen Auszeichnungen
Werner Liem präsentiert seine
zahlreichen Auszeichnungen

26.11.2018 - Von 1967 bis 2017, also mehr als 50 Jahre lang, ging kein Rütlischiessen ohne den heute 70-jährigen Ennetmooser Werner Liem über die Bühne. Der Meisterschaftsbecher-Gewinner von 1977 und heutige 50-Jahr-Jubilar blickt zurück.

 

Bei unserem Besuch in seinem Eigenheim in Ennetmoos sitzt uns ein Meisterschütze gegenüber, der mit 70 Jahren die genau gleiche Ruhe ausstrahlt, wie über Jahrzehnte bei unzähligen Schiesswettkämpfen. Diese Ruhe war nämlich sein Markenzeichen oder noch besser sein Erfolgsrezept. Dazu Werner Liem: «Ob beim Schiessen, im Beruf oder in der Politik, überall habe ich mich immer ernsthaft und mit dem notwendigen Zeitaufwand vorbereitet. Halbbatziges liegt mir nicht. Dank diesen seriösen Vorkehrungen, gepaart mit «Ruhigblut», stellten sich auch die Erfolge ein.» Und seine Ergebnisse, insbesondere beim Rütlischiessen, sind einmalig für Nidwalden.

 

Ein Jahr zu früh geschossen

Gemäss der Rütlistatistik feierte Werner Liem dieses Jahr auf dem Rütli das Jubiläum «50 Jahre Rütlischütze», und gemäss der gleichen Statistik hat er schon 51 Jahre am Rütlischiessen teilgenommen. Wie ist das möglich?  Werner Liem: «Weil ich im Jahr 1967 noch nicht 20-jährig war, durfte ich noch nicht aktiv teilnehmen. Trotzdem begleitete ich die Ennetmooser als Schlachtenbummler ohne Gewehr und Ausrüstung an das Rütlischiessen. Plötzlich fehlte in der Feuerlinie ein Schütze. ‹Werni, du kannst schiessen, aber musst dann auf einen eventuellen Becher verzichten, denn du bist ja noch nicht Rütli-Mitglied›, rief mir die Schiessleitung zu. Ich erhielt von einem Kameraden ein mir fremdes Langgewehr mit offener Visierung und kniete mich in die Schützenreihe. Mit dem fremden Gewehr erzielte ich immerhin 73 Punkte und verblüffte damit mich und meine Kameraden», blickt Jubilar Werner Liem zurück. Selbstverständlich benötigt man eine gute Gesundheit, wenn man 51 Jahre ohne Unterbruch am Rütlischiessen teilnehmen kann. Neben dem Sektionsbecher im Jahr 1968 und dem Meisterbecher im 1977 schaffte Werner Liem bis heute fast unglaubliche 33 Verzichtscheine (Becherresultate). Für Nidwalden bestimmt ein Rekord. Dass er dabei zehn Mal 84 und mehr Punkte erzielte, verdient ebenfalls besondere Erwähnung. Es spricht für seine seriöse Wettkampf-Einstellung, dass er dieses Jahr nur passiv am Rütlischiessen teilgenommen hat, denn er hatte aus verschiedenen Gründen nicht genügend Vorbereitungszeit. Liem: «Ich will nicht nur mitschiessen, ich will immer auch ein hohes Resultat erzielen.» Wenn er gesund bleibt, will er im 2019 wieder aktiv teilnehmen.

 

Werner Liem ist passionierter und erfolgreicher Rütli-Schütze.

 

Rütligeist seit Schulzeit

Schon auf der Schulreise war der jugendliche Werner Liem vom Rütli, dem Gründungsort der Eidgenossenschaft, ganz besonders beeindruckt. Das vertiefte sich, als er als Rütlischütze an diesem geschichtsträchtigen Ort seiner Leidenschaft frönen durfte. Liem dazu: «Das Rütlischiessen hatte und hat für mich als Patriot und Schütze nach wie vor einen sehr hohen Stellenwert. Es bedeutete für mich während 51 Jahren immer ein spezieller Saisonhöhepunkt», blickt Liem zurück. Er wollte an diesem Wettkampf immer sein Bestes geben und bereitete sich entsprechend darauf vor. Als langjähriger und erfolgreicher Matchschütze (siebenfacher Nidwaldner Meister) lag ihm das Kniendschiessen ganz besonders. Er freute sich immer wieder an seinen guten bis sehr guten Rütli-Ergebnissen. Dass er mehrmals knapp an der höchsten Auszeichnung, der Bundesgabe, scheiterte, wurmt den erfolgreichen Meisterschützen heute noch. Er hat übrigens über fast alle seine Rütli-Einsätze handschriftlich «Buch» geführt, das heisst alle Détails wie Trefferlage, Wetterbedingungen, eigene Fehler usw. niedergeschrieben, um im kommenden Jahr noch besser zu sein. Typisch Werner Liem würden seine Kameraden wohl sagen. Werner Liem bedauert es ein wenig, dass der frühere Respekt vor dem Rütlischiessen verloren gegangen ist. Es wurde über die Jahre immer mehr zum Festbetrieb. Als Beweis führt Werner Liem an: «die Schützen und Schlachtenbummler verlassen die Rütliwiese schon vor dem offiziellen Akt mit der Festansprache. Über all die 51 Jahre habe ich nie an der Rangverkündigung und an der «Rütli-Schützengemeinde» gefehlt, das gehört einfach dazu.» Im 1970 habe er daher miterlebt, wie Korpskommandant Wille bei seiner Festansprache immer wieder den Faden verlor, weil ihn die Rütlischützen vorher mit Kaffee und Wein verwöhnt hatten.

 

Werner Liem privat

Seine anspruchsvollen Tätigkeiten und Erfahrungen als junger Gemeinderat von 1984 bis 1992, als Feuerwehrmann während 30 Jahren, als langjähriger Schiessfunktionär und als ebenfalls langjähriges Mitglied der Nidwaldner Matchschützen-Gruppe möchte Werner Liem nicht missen. «Ich konnte immer auf meine verständnisvolle Frau zählen, die hinter mir stand und mir den Rücken freihielt», betont der vierfache Vater und mehrfache Grossvater. Zum Schluss kommt er strahlend auf seine Pensionärs-Tätigkeiten zu sprechen. «Grosskinder hüten, wandern, reisen und ein grosser Gemüse- und Blumengarten erfüllen mich mit grosser Freude. Das Sportschiessen tritt immer mehr in den Hintergrund, obwohl ich immer noch Spass daran habe», schliesst Werner Liem. (Franz Odermatt)

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