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Albert Taureg siegt am Rütli-Pistolenschiessen

Der junge Genfer Albert Taureg gewann<br>das prestigeträchtige Pistolen-schiessen auf<br>dem Rütli.
Der junge Genfer Albert Taureg gewann
das prestigeträchtige Pistolen-schiessen auf
dem Rütli.

22.10.2018 - 902 Schützen sind am Sonntag am 81. Historischen Pistolen-Rütlischiessen angetreten. Der junge Genfer Albert Taureg schnitt dabei überraschend am besten ab. Für das höchste Sektionsresultat war der Schiessverein der Kantonspolizei Zürich besorgt.

Ein schöner Herbsttag mit angenehmen Temperaturen erwartete die Pistolenschützen und deren Anhang auf dem Rütli zum 81. Historischen Pistolenschiessen. Die Bedingungen sorgten am Sonntag für einen fairen Wettkampf auch wenn einige Schützinnen und Schützen der ersten Ablösungen am Morgen über schwache Resultate klagten, die sie sich nicht erklären konnten.

Punkt 8.25 Uhr rief der Chef Feuerleitung, Peter Planzer, über den Lautsprecher: «Schützen bereit machen, drei Patronen laden und dann drei Schuss in 1 Minute, feuern!» Danach hiess es: «Achtung, es wird gezeigt! Pistole ablegen, die Waffe darf nicht mehr berührt werden»! Ein kräftiger Hornstoss war der Startschuss für die «Zeigerkinder», denn die Treffer wurden nach alter Väter Sitte mit Fähnlein oder Kelle gezeigt. In den Gesichtern der Schützen zeichneten sich fast die gezeigten Resultate ab. Die einen blickten zufrieden und konzentrierten sich danach mit geschlossenen Augen auf die nächste Schussabgabe, während wieder andere fast verzweifelt den Kopf schüttelten, als die schwarze Kelle ihnen mit Schwenken anzeigte, dass der Schuss nicht auf der Scheibe war. Insgesamt galt es 15 Schüsse auf die 50 Meter entfernte Ordonnanzscheibe B abzugeben.   


Sieger wurde selber überrascht

Der 28-jährige Sieger, Albert Taureg, schoss kurz vor zwei Uhr in der allerletzten Ablösung 66 Punkte und überholte damit in allerletzter Sekunde die mit 65 Treffern punktgleichen Otto Klaus (Liestal) und Luigi Casagrande (Eschlikon). Taureg ist kein Zufallssieger, denn er schiesst seit Jahren für seinen Klub, Société de tir Versoix, auf sehr hohem Niveau. «Trotzdem war ich heute doch sehr überrascht, dass es mir praktisch in letzter Sekunde gelungen ist, den prestigeträchtigen Sieg zu holen», erklärte Taureg nach der Siegerehrung. Dort wurde der Genfer mit dem Kopfkranz geschmückt und zudem erhielt er als Preis aus den Händen von Divisionär Bernhard Müller eine Ordonnanzpistole.


OK-Präsident gewinnt Rütlibecher

Das beste Resultat für die Urner Schützen erzielte Peter Planzer mit 62 Punkten. «Ich habe in der siebten Ablösung geschossen und bin mit dem Resultat sehr zufrieden», sagte Planzer. Die Vorbereitung für ihn war zwar nicht besonders optimal, denn er war als Chef Feuerleitung im Einsatz. Gegenüber dem Schiessstand besteht die Schwierigkeit auf dem Rütli, richtig zu stehen, denn der Schiessplatz weist eine leichte Neigung auf und die Schützen müssen auf wechselnde Windverhältnisse reagieren können. Für Urs Janett war es ein Freudentag: «Es ist für mich einfach cool gewesen, dass ich im ersten Jahr als OK-Präsident gleich noch den begehrten Becher gewinnen konnte und dies zudem noch mit meinem Bruder Jürg, der ebenfalls im zehnköpfigen OK mithilft». Weitere Bechergewinner aus dem Urnerland waren Bernhard Gander, Marco Planzer und Silvio Simmen.


Feierliche Schützengemeinde

«In einer Zeit, die geprägt ist von grossen weltweiten Unsicherheiten und mit einem ständig wachsenden Sicherheitsbedürfnis der heimischen Bevölkerung, ist es uns einmal mehr gelungen auf dem Rütli die vaterländischen Traditionen zu pflegen, welche unser Land nötiger denn je hat», sprach Urs Janett bei der Festansprache. «Es war ein guter und unfallfreier Tag, an dem Platzarzt Dr. Knoll keine Arbeit hatte, das ist das Wichtigste», betonte der OK-Präsident.

Festredner Divisionär Bernhard Müller warnte: «Nach langen Jahren ist in vielen Ländern die Machtpolitik wieder zurück und es gibt leider Staaten, die keine Freunde kennen und so wird der ewige Frieden ein Traum von uns bleiben. Deshalb müssen wir zu unserer Armee Sorge tragen, damit sie im Bedrohungsfall handlungsfähig ist. Es ist wichtig, dass in den nächsten Jahren neue Kampfflugzeuge beschafft werden, damit wir fähig sind, unsere Lufthoheit selber zu verteidigen. Und dazu braucht es eine gut funktionierende Bodentruppe, welche im Ernstfall die Fliegertruppen unterstützen kann.

Danach spielte die Seedorfer Blasmusik die Landeshymne, bevor es zu den einzelnen Siegerehrungen ging.

 «Für mich war es ein toller Tag, an dem dank der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, alles wie am Schnürchen klappte. Einen besonderen Dank sprach Janett gegenüber der Zeigermannschaft aus, die ihren Job hervorragend gemacht hat», sagte der OK-Präsident abschliessend. (Paul Gwerder)


 

Kommandant der Luftwaffe, Divisionär Bernhard Müller
bei seiner Festansprache:

 

 

Gemütliches Rahmenprogramm

Schon kurz vor 7.00 Uhr hiess es für die Urner Pistolenschützen und die Zeigerkinder «Leinen los» auf dem Extraschiff in Flüelen. 1 Stunde später folgten im Halbstundentakt die nächsten Schiffe aus Brunnen Richtung Rütli.

Kurz vor 10 Uhr holte Urs Janett, der zum ersten Mal als OK-Präsident amtete, die Ehrengäste mit dem Schiff in Brunnen ab. Dort begrüsste er neben vielen Gästen aus Militärkreisen insbesondere den Festredner, den Kommandanten der Luftwaffe, Divisionär Bernhard Müller, sowie Landratspräsident Peter Tresch, Ständerat Josef Dittli und Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti. Auf dem Rütli dankte der OK-Präsident für die militärische Unterstützung beim Auf- und Abbau der Infrastruktur, denn ohne diese Hilfe wäre dieser Grossanlass heute kaum mehr durchführbar.

Für viele der 900 Schützinnen und Schützen war das Pistolenschiessen nicht das Wichtigste, sondern das gemütliche Zusammensein gehörte ebenfalls dazu. Jede der rund 100 Sektionen hat sich schon am Morgen einen Platz auf der geschichtsträchtigen Wiese reserviert. Während in 23 Ablösungen nebeneinander 40 Schützen schossen, wurden an den Grillstellen die Spezialitäten genossen. Dabei gab es nicht nur Bratwürste oder Koteletts, sondern auch Risotto, Raclette und Fondue wurden den Gästen serviert, dazu natürlich noch das eine oder andere Gläschen Wein. (gw)

 

Aus der Rangliste:

Gastsektionen: 1. Schiessverein der Kantonspolizei Zürich, 56,875 Punkte; 2. Société de tir Versoix, 55,5; 3. Stadtschützen Thun, 54,375; 4. Pistolenschützen Schwarzenburg, 54,25; 5. Pistolensektion Liestal, 53

Stammsektionen: 1. Pistolenschützen Stans, 48,23 Punkte; 2. Pistolenschützen Altdorf-Erstfeld, 47,9; 3. Pistolenschützen Zofingen, 47,86; 4. Pistolenschützen am Rigi, 46,19

Bestresultate: 1. Albert Taureg, Versoix, 66 Punkte; 2. Otto Klaus, Liestal, 65; 3. Luigi Casagrande, Eschlikon, 65; 4. Alfred Hostettler, Lanzenhäusern, 65; 5. Eric Sydler, Genève, 64; 6. Andreas Finkbeiner, Liestal, 64; 7. Jean-Christoph Britt, Magden, 64; 8. Niklaus Merker, Ennetbaden, 64

 

Rangliste unter www.ruetlischiessen.ch/50m/

 

 

 

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